Frames

Ein Kommentator, der scheinbar unerkannt bleiben möchte (Schade!), hat eine sehr interessante Aufarbeitung des trumpschen und clintonschen Sprachstils in Korrelation zu Verarbeitungsweisen des Hirns gepostet. Diese möchte ich hier mal ganz prominent zur Verfügung stellen, da sich daraus durchaus interessante Fragen für die Arbeit mit unseren Adressaten und Zielgruppen ergeben:

 

Personen und Systeme

Jetzt steht er/sie also bald fest – wahrscheinlich wird es ein er…

Wenn ich jetzt beobachte, wie Soziale Systeme auf Personen zurechnen bzw. Personen als Adressen und Bezugspunkte für Systeme in der Kommunikation kreiert werden, dann stimmt es mich schon nachdenklich, wenn ich mir ansehe, welche Personen „zur Wahl“ stehen. Gleichwohl habe ich den Eindruck, dass die eine Person das Spiel Demokratie regelkonformer spielt/darstellt und scheinbar paradoxerweise genau deswegen verliert: Die Protestwähler wählen die „mächtigste“ Person der Welt.

Ebenso beobachte ich, dass Personen nicht die Macht und den Einfluss haben, die ihnen in der Suche nach Heldenverehrung gerne zugeschrieben werden. Und gleichzeitig frage ich mich schon, was es über den Zustand einer Demokratie aussagt, wenn die richtig üblen Parolen erst salon- und dann mehrheitsfähig werden?

Besteht ein Grund zur Sorge?

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Clowns und allerhand Sachen…

Just heute ist mir mal wieder der Begriff des „Mems“ (engl. „meme“) über den Weg gelaufen. Als jemand, der sich im Internet hin und wieder mal bewegt, ist er mir geläufig. Einen lesenwerten Kommentar hat hierzu Sascha Lobo geschrieben.

Was wohl Onkel Luhmann zu Mems gesagt hätte? Oder hat er?

Sagt überhaupt wer was dazu? 😀

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/horror-clowns-was-sie-ueber-den-zustand-der-welt-verraten-kolumne-a-1118325.html

http-_mashable-com_wp-content_gallery_catmemes_invisible%20bike

 

 

Grenzen setzen

Nach mittlerweile fast 15 Jahren im Beruf und der Teilnahme an vielen Supervisionssitzungen möchte ich mal auf ein Thema zu sprechen kommen, dass immer wieder auffällt:

Grenzen setzen…

Was hat es denn mit diesen Grenzen auf sich? Ist die Soziale Arbeit eine Profession, die mehr oder weniger Grenzen setzen sollte als andere? Fällt das Grenzen setzen SozialarbeiterInnen leichter oder schwerer als anderen? Was treibt uns mit den Grenzen so um?

Hat wer Ideen?

(Ich könnte ja jetzt – ganz unsystemisch – wieder mit Kampfkunst anfangen, will aber mal sehen, was andere sagen.)

Stellung beziehen II

Weil ich vermeiden wollte, dass die Stellungnahme der dggsa untergeht, solange hier noch Rückmeldungen dazu gegeben werden können (nach unten zum Beitrag vom 26.07. scrollen):

Stellung beziehen

Exit Brexit?

Es erscheint mir schon sehr bemerkenswert, wenn ich mir ansehe, was in den sog. westlichen Staaten passiert. Allerorten kann man von Spaltung und Teilung der Gesellschaft lesen. Prominente Beispiele sind hier Amerika in und zwischen den Wahlkampfzeiten, Deutschland und Europa während sowie vor und nach der Flüchtlingsfrage, Griechenland während der Schuldenkrise (von Griechenland liest man nix mehr)…

Da setzen die Briten (zumindest etwas mehr als die Hälfte von 70%) einen drauf und wollen eine vertraglich geregelte Spaltung – nämlich die aus der EU. Zum Zeitpunkt des Schreibens dieser Zeilen sieht es fast so aus, als ob die Briten auch aus der EM raus wollen…

Was mir hier dazu einfällt ist, dass die aktuellen Strömungen, die von Populisten weidlich ausgenutzt werden, nicht allzu neu sind. Die Logik der Spaltung, des Aussteigens aus gesellschaftlichen Vereinbarungen wird ja schon länger betrieben: Marktinteressen stehen vor dem Gemeinwohl, Steuern werden nicht gezahlt, sondern nach Panama verschifft – kurzum: das Kapital schert sich einen feuchten Dreck um die Errungenschaften des Abendlandes und kümmert sich hauptsächlich um sich selbst. Erscheint es da allzu verwunderlich, wenn der „kleine Mann“ dazu übergeht, auf die Errungenschaften des Abendlandes (z.B. Nächstenliebe, Menschenrechte, Unschuldsvermutungen, Freiheit) zu pfeifen und sich nur um sich selbst zu kümmern? Da sollen dann Mauern gebaut, aus der Koalition ausgetreten oder eben der Exit aus der EU betrieben werden (die Korrelation zwischen dem Alter und der Zustimmung  zum Brexit erscheint mir doch auch bemerkenswert)…

In 90 Sekunden ist England raus aus der EM.

Hat hier irgendwer eine Idee?

England ist jedenfalls raus…

Schreib doch mal was zu…

Hallo liebe Leserinnen und Leser des dgssa-blogs,

ich gehe einfach mal davon aus, dass es Euch gibt. Eine Problematik, der sich der geneigte Schreiberling (also ich) gerne mal in diesem Blog ausgesetzt sieht, ist die der Resonanz: Wann kann davon ausgegangen werden, dass ein Beitrag bzw. ein Impuls zur Auseinandersetzung mit einem Thema einen Nerv bei den Rezipienten trifft? Oder etwas systemtheoretischer gedacht: Welcher thematische Bezug ist aktuell anschlussfähig für einen Prozess, bei dem Alter und Ego eine Kommunikation zum Thema organisieren?

Mit dieser Frage setze ich mich jetzt seit knapp eineinhalb Jahren auseinander… Heute hatte ich meinen kleinen Heureka-Moment (@Wilfried: Der Zen-Meister würde vielleicht von Satori sprechen, bei dem die Achtsamkeit mal wieder einen ihrer lustigen Hüpfer gemacht hat und „in der dunklen Nacht im Nebel plötzlich das Licht einer Laterne zu sehen ist“ – Aber wer kann schon sagen, wovon der Zen-Meister spricht? 😀 ):

In jedem sozialarbeiterischen Setting kann der Adressat der Leistung von Sozialer Arbeit befragt werden, was denn bearbeitet werden könnte…

Weshalb ich Blitzmerker erst jetzt auf diese ganz und gar nicht unwahrscheinliche Einsicht komme, blende ich der Einfachheit halber mal schnell aus: In einem Blog kann der Rezipient von Blogbeiträgen befragt werden, zu welchem Thema er denn mal was lesen möchte. Damit wäre zumindest ein Ansatz zur Bearbeitung des o.g. Resonanzproblems geschaffen.

Deshalb lade ich alle hier Anwesenden dazu ein, mir als interessant bewertete Themen zuzuflüstern – etwas lauter hier in den Kommentaren oder ganz leise und vertraulich per persönlicher Mail an michael@lavamom.com

Das Codewort ist „Schreib doch mal was zu…“. Dann kann ich mir vielleicht etwas gezieltere Gedanken machen, wie hier im Blog ein Mehrwert für die Anwesenden geschaffen werden kann.

Wahlweise kann auch gerne gezwitschert werden „Ich würde gerne mal was schreiben zu…“. Was auch sehr fein wäre.

„Die Quelle, von der das Licht ausgeht, bleibt stets im Dunkel.“ (MORIN 1974, 159)

LG

Michael

Tag der Arbeit

Die Soziale Arbeit hat ja die Arbeit auch in ihrem Namen.

Machen wir uns also an die Arbeit…

Edit: Der ursprüngliche Link ist leider down. Insofern müssen wir ab sofort mit der Zusammenfassung bei Aspekte vorlieb nehmen…

Wag the dog?

Zwei Mönche betrachteten eine Fahne, die über dem Klostertor im Wind flatterte. „Die Fahne bewegt sich“, sagte der eine. „Nein“, erwiderte der zweite, „nicht die Fahne bewegt sich. Der Wind bewegt sie.“ In diesem Augenblick kam der sechste Patriarch vorbei. „Weder die Fahne bewegt sich“, sagte er, „noch der Wind. Eure Herzen bewegen sich!“ Da erschraken die Mönche.
(SPRÜCHE UND LEITSÄTZE DER ZEN-MEISTER 1995, 169)

what-if-i-never-find-out-whos-a-good-boy-pug

Stellung beziehen

Die Auseinandersetzungen um den Umgang mit den Flüchtlingen, die sozialen Spannungen vor Ort und die sozialpolitischen Konflikte betreffen die Soziale Arbeit direkt.

Soll die DGSSA dazu öffentlich oder mit anderen gesellschaftlichen Akteuren Stellung nehmen?

Auf welche Inhalte sollten wir Schwerpunkte setzen und wie eine systemisch inspirierte Sichtweise zum Ausdruck bringen?

Als Vorstand wollen wir diese Fragen nicht stellvertretend für die Mitglieder entscheiden, sondern sie mit Ihnen im Blog diskutieren und dann entscheiden, wie wir uns positionieren. Wir freuen uns über eine lebendige Diskussion !

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