Der beteiligte Bürger…

…zeigt sich vielleicht nicht unbedingt hier im Blog, aber doch an anderer Stelle. In Ermangelung an eigenen schlauen Worten und um Kosten/Nutzen im Verhältnis zu halten, verlinke ich einfach mal:

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/g20-gipfel-in-hamburg-sascha-lobo-ueber-den-umgang-mit-extremisten-im-netz-a-1157337.html

1984 oder wie ich lernte, den Konstruktivismus zu lieben

Was geht gerade eigentlich seit geraumer Zeit gesellschaftlich vor sich?

Alternative Fakten, Fake News, Lügenpresse, Gefühlte Realität, usw.

Sieht es nicht ein wenig so aus, als ob konstruktivistische Deutungsmuster in der politischen Diskussion angekommen sind? Nur werden sie auf eine Art und Weise angewandt, wie es so gar nicht im Sinne der Entdecker war? Geht es doch um eine Unterscheidung Freund/Feind, die auch der aufgeklärte Systemiker bemühen muss, um nicht tatenlos zuzusehen? Sind im Informationsoverkill überhaupt noch irgendwelche validen Einschätzungen über Konsequenzen von Entscheidungen möglich? Wo fängt die eigene Wirksamkeit an und wie weit reicht sie?

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/donald-trump-sprachattacke-der-rechtspopulisten-trompeten-des-trumpismus-a-1133299.html

(Ich finde v.a. die erste Hälfte des Artikels sehr interessant – danach wird mir ein wenig zu viel über die Motive von Personen hypothetisiert).

Was, wenn wir, im systemtheoretischen Elfenbeinturm sitzend, zu lange gepennt haben? Welche eigenen Muster können wir verändern, um im gesellschaftlichen Diskurs einen Unterschied zu machen, der einen Unterschied macht? Ist ein „weiter-so“ angebracht?

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2017

Zunächst einmal ein fröhliches und gesundes Jahr 2017 in die Runde hier.

Dieser Blog hat mittlerweile zwei volle Jahre auf dem Buckel. Auch wenn es hin und wieder sehr mühselig ist, als (fast) einsamer Rufer in der Wüste zu stehen, ist es mein guter Vorsatz, auch weiterhin hier hin und wieder etwas zu schreiben – auch wenn ein wenig Verstärkung oder Resonanz manchmal sehr nett wäre. Aber man kann/will ja nichts erzwingen. 😉

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Faktisch postfaktisch…

Nun sind wir also scheinbar faktisch im postfaktischen angekommen. Die Ratio streicht die Segel und macht es sich mit einem Cocktail am Strand gemütlich.

Holt sich unsere Kultur jetzt selbst ein? Schließlich wurde das Wohlgefühl und das sorgenfreie Leben viele Jahre als Verkaufsargument für Hautcremes, Versicherungen, Wahlprogramme und Karibikkreuzfahrten beschwört. Erleben wir jetzt, dass sich derlei Unsicherheitsabsorption mithilfe sozialer Medien anderweitig in überregionalen Selbsthilfegruppen organisieren lässt? Oder wie?

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Arrival

Letzte Woche ist ein – wie ich finde – bemerkenswerter Film im Kino gestartet. Arrival von Denis Villeneuve bedient sich eines Grundthemas des Science Fiction Films („Die Außerirdischen sind gelandet!“) und strickt daraus etwas ganz eigenes.

Was hat denn das jetzt bitte mit Sozialer Arbeit und Systemtheorie zu tun?

Sprache…

Der Film befasst sich mit Sprache als Medium, um die Kluft zwischen den Menschen (im Film) und dem absolut Fremden (die Aliens im Film – auch bemerkenswert, wie der Film elegant Klischees von Außerirdischen im Film umschifft) zu überwinden. Davon ausgehend wird die Frage erörtert, wie Sprache die Möglichkeiten der Wahrnehmung von Raum und Zeit bedingt. Mit diesem „Was wäre wenn?“ schafft Arrival einen Reflexionsrahmen für die Kontingenz unserer basalen Konstruktionen von Wirklichkeit. So etwas ist mir schon lange nicht mehr begegnet. Und obwohl der Kinosaal im Popcornkino voll war, war es an den entscheidenden Stellen andächtig still.

Mal wieder ein kleiner Grund zur Hoffnung…

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Frames

Ein Kommentator, der scheinbar unerkannt bleiben möchte (Schade!), hat eine sehr interessante Aufarbeitung des trumpschen und clintonschen Sprachstils in Korrelation zu Verarbeitungsweisen des Hirns gepostet. Diese möchte ich hier mal ganz prominent zur Verfügung stellen, da sich daraus durchaus interessante Fragen für die Arbeit mit unseren Adressaten und Zielgruppen ergeben:

 

Personen und Systeme

Jetzt steht er/sie also bald fest – wahrscheinlich wird es ein er…

Wenn ich jetzt beobachte, wie Soziale Systeme auf Personen zurechnen bzw. Personen als Adressen und Bezugspunkte für Systeme in der Kommunikation kreiert werden, dann stimmt es mich schon nachdenklich, wenn ich mir ansehe, welche Personen „zur Wahl“ stehen. Gleichwohl habe ich den Eindruck, dass die eine Person das Spiel Demokratie regelkonformer spielt/darstellt und scheinbar paradoxerweise genau deswegen verliert: Die Protestwähler wählen die „mächtigste“ Person der Welt.

Ebenso beobachte ich, dass Personen nicht die Macht und den Einfluss haben, die ihnen in der Suche nach Heldenverehrung gerne zugeschrieben werden. Und gleichzeitig frage ich mich schon, was es über den Zustand einer Demokratie aussagt, wenn die richtig üblen Parolen erst salon- und dann mehrheitsfähig werden?

Besteht ein Grund zur Sorge?

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Clowns und allerhand Sachen…

Just heute ist mir mal wieder der Begriff des „Mems“ (engl. „meme“) über den Weg gelaufen. Als jemand, der sich im Internet hin und wieder mal bewegt, ist er mir geläufig. Einen lesenwerten Kommentar hat hierzu Sascha Lobo geschrieben.

Was wohl Onkel Luhmann zu Mems gesagt hätte? Oder hat er?

Sagt überhaupt wer was dazu? 😀

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/horror-clowns-was-sie-ueber-den-zustand-der-welt-verraten-kolumne-a-1118325.html

http-_mashable-com_wp-content_gallery_catmemes_invisible%20bike

 

 

Grenzen setzen

Nach mittlerweile fast 15 Jahren im Beruf und der Teilnahme an vielen Supervisionssitzungen möchte ich mal auf ein Thema zu sprechen kommen, dass immer wieder auffällt:

Grenzen setzen…

Was hat es denn mit diesen Grenzen auf sich? Ist die Soziale Arbeit eine Profession, die mehr oder weniger Grenzen setzen sollte als andere? Fällt das Grenzen setzen SozialarbeiterInnen leichter oder schwerer als anderen? Was treibt uns mit den Grenzen so um?

Hat wer Ideen?

(Ich könnte ja jetzt – ganz unsystemisch – wieder mit Kampfkunst anfangen, will aber mal sehen, was andere sagen.)

Stellung beziehen II

Weil ich vermeiden wollte, dass die Stellungnahme der dggsa untergeht, solange hier noch Rückmeldungen dazu gegeben werden können (nach unten zum Beitrag vom 26.07. scrollen):

Stellung beziehen

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