Wille und Macht in der Sozialen Arbeit – Fachnachmittag der DGSSA

Fachnachmittag der DGSSA im Schlot

Freitag, 10. November 2017 in Berlin
ORT: Kunstfabrik Schlot Invalidenstraße 117, 10115 Berlin
UHRZEIT 13 – 17 Uhr

Der Fachnachmittag ist dem kollegialen Austausch gewidmet. Entlang der Themen „Wille und Macht in der Sozialen Arbeit“ können sich Interessierte zusammenfinden und Erfahrungen und Ideen austauschen. Nach der Bundestagswahl ist sicherlich ein guter Zeitpunkt für die Themen:

– Genügt der Wille der Klienten als Basis für eine Zusammenarbeit mit diesen?
– Mit welchen Rückwirkungen auf die Soziale Arbeit ist zu rechnen, wenn als Ausgangspunkt der Interaktion Sozialer Arbeit mit Klienten der Wille der Klienten gilt?
– Was macht einen Willen zu einem guten Willen? Können Ansätze der Sozialen Arbeit darauf verzichten, für eine Entwicklung der Klienten hin zu einem „guten Willen“ Programme zu haben und Macht auszuüben?
-Woran können unsere Klienten entdecken, dass Soziale Arbeit dem Willen der Klienten gesellschaftlicheBedeutung und Einfluss verleiht?
-Was macht sozialarbeiterische Machtausübung zu einer guten Machtausübung?

Wir, der Vorstand, geben die Fragen zur Diskussion im blog frei, um vorab den Blick für das Thema in Vorbereitung auf den Fachnachmittag zu schärfen!

2 thoughts on “Wille und Macht in der Sozialen Arbeit – Fachnachmittag der DGSSA

  1. „Der“ Klient suggeriert, dass dieser einwandfrei identifiziert werden kann. Meine Frage: Gibt es „den“ Klienten überhaupt? Und hat dieser „einen“ Willen? Oder bewegt sich Soziale Arbeit in einem Feld aus unterschiedlichen Willenslagen? Das Jugendamt will etwas, die Familie will etwas, der Vater will etwas, die Mutter will etwas, Kind 1 will etwas, Kind 2 will etwas… um nur mal in die Familienhilfe zu schielen. In der Gemeinwesenarbeit wird der Wille noch unübersichtlicher. Wer mal mit einer Stadtverwaltung und ihren ganzen Ressorts und den unterschiedlichen Interessengruppen einer Bürgerschaft zu tun hatte, wird sich schwer tun, „den“ Willen herauszufinden… Insofern erscheint für mich die Frage relevant über welche Entscheidungskriterien Soziale Arbeit verfügen muss, um in derart komplexen Bezügen handlungsfähig zu sein.

    • Spannend wäre auch zu fragen, welche Macht Adressaten von Sozialer Arbeit zugerechnet werden kann? Was können diese wie tun, um Soziale Arbeit auszuhebeln, eben weil sie in unterschiedlichen Bezüge eingebettet ist und in spezifischen Ambivalenzen aus der Balance gerät?

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